Internationale Pressekonferenz 18.06.2017, 14:20 Uhr

OutDoor will sich weg vom Hardcore-Ansatz bewegen

Bei der heutigen OutDoor-Pressekonferenz blickten mehrere Branchenteilnehmer positiv in die Zukunft. Kritische Worte fand auch diesmal Outdoor-Profis-Chef Olaf Wittayer.
Von links nach rechts: John Jansen (EOG-Präsident), Olaf Wittayer (Geschäftsführer der Outdoor-Profis), Alastair Humphreys (Abenteurer und Autor) und Stefan Reisinger (Bereichsleiter OutdDoor).
Zunächst erklärte EOG-Präsident John Jansen, dass der Outdoor-Markt in 2016 leicht auf 5,47 Mrd. Euro (Umsatz Großhandel) gewachsen sei, nachdem es im Vorjahr noch 5,3 Mrd. Euro waren.
Danach übernahm Olaf Wittayer, Geschäftsführer der Sport-2000-Spezialisteneinheit Outdoor-Profis, das Wort. Das erreichte Volumen sei außergewöhnlich, er könne nur seine Zufriedenheit ausdrücken. „Stetiges Wachstum sehe ich in der Distribution“, meinte er. Das Alleinstellungsmerkmal marktfremder Player sei die Preisführerschaft. „Die Industrie muss sich fragen, ob diese Player für ihr Image gut und diese langfristig die richtigen Partner sind“, redete Wittayer einigen Herstellern ins Gewissen. Die Nachhaltigkeitskonzepte mancher Hersteller – genannt wurden hier Patagonia, Vaude und Pyua – seien prägend für andere Industriezweige.
Laut Stefan Reisinger, Bereichsleiter OutDoor bei der Messe Friedrichshafen, will sich die OutDoor weg vom Hardcore-Ansatz bewegen. „Das ist für uns die Chance, mehr Besucher nach Friedrichshafen zu locken und den Händler einen Mehrwert zu bieten“, glaubt er. Für Wittayer vermischen sich die zwei Welten „Leisure/Lifestyle“ mit „Hardcore“. Jedoch sieht er eine Diskrepanz zwischen den Ideen der Marketingabteilungen und dem Umsatz auf der Fläche. „Unser Triple-A-Kunde ist doch der Hundebesitzer, der zweimal am Tag raus muss. Er braucht gute Schuhe, auf jeden Fall eine gute Jacke, Jeans können wir ja akzeptieren. Wir sollten deshalb nicht die Arroganz haben und meinen, dass die Bergsteiger, die auf 5.000 m hochgehen, unsere Kunden sind.“
Auch das Thema Publikumstag kam noch zur Sprache. Reisinger erklärte, dass dies „immer auch diskutiert“ werde, aber die Messe dafür „eine qualifizierte Mehrheit“ brauche. „Ein Publikumstag steht für nächstes Jahr nicht zur Diskussion“, versprach er. 




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